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Das Thema "Wahres Tai Chi/ Inneres Tai Chi" zeigt sehr deutlich wiederum den Versuch einer Aufwertung durch Bezug auf Inneres mit einer einhergehenden Abwertung des Äußeren. Solche oft esoterisch geprägten, "Qi-zentrierten" Sehweisen sind in der "Kampfkunst-Szene" verbreitet (siehe AK "Taiji-Szene/ Taijiquan-Szene/ Qigong-Szene".
Als ein Vertreter dieses "Inneren Tai Chi" der "Wahren Kampfkunst" wird häufig Meister Chu Kinghung aus London genannt - paradoxerweise hat er bei einem Sohn von Yang Chengfu gelernt, der ja bekanntlich dem Verbreiten des "Öffentlichen Tai Chi" und der "Qi-Stärkung" sein (überdies recht kurzes) Leben gewidmet hat (s. Chu King Hung). Die Problematik des Begriffs am Beispiel der Bücher von von Frieder Anders erklärt Dr. Langhoff in seinem Artikel Inneres Tai Chi.
In der "Kampfkunst-Szene" wird häufig geheimnisvoll von "Innerem Tai Chi" gesprochen das sehr selten geworden sei, weil in der Regel nur das "öffentliche, äußere Tai Chi" gelehrt würde. Das "Wahre Tai Chi" - man bezieht sich dabei z. B. auf Meister Chen Weiming - sei völlig anders und nur mit ihm könne man Gegner abprallen lassen. Auch erwähnenswert, dass man sich dabei nicht auf Fu Zongwen bezieht, den ja besagter Meister Chen Weiming ausdrücklich über sich gestellt hat.
Ein Prinzip des Tai Chi ist nach Yang Chengfu ja gerade die Verbindung von Innen und Außen - gemeint sind Geist und Körper. Das Ziel des Tai Chi ist ja anerkanntermaßen gerade die Stärkung des Qi.
Es ist zudem eine unrealistische Auffassung, ein Ziel von Kampfkunst sei das Abprallen des Gegners - Ziel muss sein, klare Verhältnisse zu schaffen und Kampf zu beenden! Und wo bleibt dabei die Erkenntnis und das Fazit großer Meister, es gehe um "Innere Kampfkunst", also um das Siegen über das eigene Ich statt um den Sieg über andere?
Innere Kampfkunst: Was sind Innere Kampfkünste wirklich? Schlaglichter auf einen umstrittenen Begriff